Nach der Sichtung von zwei Wölfen an einem Spielplatz in einem Dorf im oberbayerischen Landkreis Eichstätt bittet der Bürgermeister um Meldung bei weiteren Begegnungen mit den Tieren. «Wenn wieder Sichtungen sind, brauchen wir das gemeldet», sagte der Rathauschef der Gemeinde Altmannstein, Norbert Hummel (CSU). Dann könne man gegebenenfalls versuchen, die Tiere mit sogenannten Vergrämungsmaßnahmen aus Siedlungen fernzuhalten.
Die Reaktion der Anwohner auf die Sichtung samt Video, das unter anderem Bayerns Jagdminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) auf X geteilt hatte, sei «gefasst» gewesen, sagte Hummel. «Panik ist keine ausgebrochen, die Menschen können mit der Situation gut umgehen.» Gleichzeitig seien Eltern mit Kindern vorsichtig - ebenso Hundebesitzer und Tierhalter, sagte der CSU-Politiker. «Sie erwarten schon auch, dass das kein Dauerzustand wird.»
Zunächst bemühe sich die Gemeinde mit dem Landratsamt, einen Experten des Landesamts für Umwelt für Tipps zum Thema in den Ort zu holen, sagte Hummel. Ansonsten seien die Behörden aber vor allem auf die Meldung weiterer Sichtungen angewiesen. Seit dem Video vom Donnerstag habe sich schon ein Schlepperfahrer gemeldet, der zwei mutmaßliche Wölfe auf der Flur gesehen habe, sagte der Bürgermeister. Etwa fünf Kilometer vom Ort des Videos, dem Altmannsteiner Ortsteil Mendorf, sei das gewesen.