In vielen Teilen Bayerns herrscht wegen der großen Trockenheit und der aktuellen Hitzewelle eine zunehmende Dürre. Rund 95 Prozent der Fließgewässer-Messstellen im Freistaat und 56 Prozent der oberflächennahen Grundwassermessstellen sowie Quellen zeigen derzeit nur noch «niedrige Verhältnisse» an. Auch der Dürremonitor des Helmholtz-Zentrums zeigt auf seinen Karten vielerorts dramatische Werte an - so sind etwa weite Teile Frankens, Schwabens, Niederbayerns und Oberbayerns bereits dunkelrot gefärbt - dies zeigt eine massive Austrocknung der Bodenschichten.
Verband fordert Renaturierung und mehr Sparsamkeit
Der Verband forderte von der Staatsregierung schnelle Veränderungen - so müsse etwa die Speicherfähigkeit der Landschaft wiederhergestellt werden. Flüsse und Bäche müssten renaturiert, Drainagen von Wiesen und Äckern entfernt werden. Auch Mulden, Säume, Hecken sowie andere abflussbremsende Strukturen in der Landschaft müssten gefördert und der Flächenverbrauch endlich drastisch einschränkt werden. Zudem müsse sparsamer mit Wasser umgegangen und der Wassercent eingeführt werden.
«Diese Krise ist menschengemacht – und nur mit konsequentem politischem Willen aufhaltbar. Wir brauchen jetzt klare Prioritäten für den Erhalt der Lebensgrundlagen von Menschen, Tieren und Pflanzen», sagte Mergner.
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