Der Gartenschläfer kommt in Deutschland immer seltener vor - mancherorts versucht man nun, dem Nagetier das Leben zu erleichtern. Im Frankenwald und im Fichtelgebirge im Nordosten Bayerns haben Naturschützer und Mitarbeitende der Forstverwaltung etwa 200 Nistkästen für Gartenschläfer aufgehängt, wie das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Coburg-Kulmbach mitteilte.
Typisch für die kleine nachtaktive Schlafmaus, die überwiegend in Wäldern lebt, sind ihr buschiger Schwanz, das braun-grau-schwarze Fell und die schwarze Umrandung der Augen, die manche als «Zorro-Maske» bezeichnen. Nach Angaben des AELF sind Frankenwald und Fichtelgebirge die einzigen Regionen Bayerns, in denen Gartenschläfer (Glis glis) noch in größerer Zahl leben.
«Früher kam der Gartenschläfer im gesamten ostbayerischen Raum vor», sagte Uwe Friedel vom Referat für Arten- und Biotopschutz beim Bund Naturschutz in Bayern. Vor einigen Jahrzehnten habe es Populationen zwischen der Region Hof an der Grenze zu Sachsen und Thüringen bis nach Freyung am Dreiländereck Bayern-Tschechien-Österreich gegeben.