Mit Diensthunden und wachem Blick für vergiftete Köder: Die Polizei in Niederbayern geht in diesem Jahr verstärkt auf Streife – für den Schutz bedrohter Wildtiere. In den Schwerpunktmonaten Juni und Oktober sind Beamtinnen und Beamte unterwegs, um illegale Fallen, Giftköder und verletzte und getötete Tiere zu finden, wie das Polizeipräsidium in Straubing mitteilte.
Hintergrund ist das EU-Projekt «wildLIFEcrime» zur Bekämpfung von Naturschutzkriminalität in Deutschland und Österreich, an dem sich neben dem niederbayerischen Präsidium auch die Polizei in der Oberpfalz sowie Naturschutzorganisationen wie der World Wide Fund For Nature (WWF) beteiligen. Denn trotz strenger Verbote registrieren Behörden immer wieder Straftaten gegen besonders geschützte Tiere wie Wölfe, Luchse, Biber und Greifvögel.
«Wildtierkriminalität bedroht nicht nur die Existenz einzelner Arten, sondern gefährdet das Gleichgewicht ganzer Ökosysteme», erklärte Melina Sowah, die beim WWF Deutschland für Wildtierkriminalität zuständig ist. Es sei wichtig, konsequent gegen solche Straftaten vorzugehen, um die biologische Vielfalt und die langfristige Gesundheit der Natur zu sichern.