Neue Bewegung im festgefahrenen Streit um den Bau des geplanten Riesen-Windparks in Altötting: Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat den Kritikern des Projekts einen Kompromiss angeboten. Er sieht nicht nur einen größeren Abstand zwischen den Windrädern und den vorhandenen Wohnhäusern vor.
«Die Abstände zu geschlossener Wohnbebauung sind auf 1200 Meter vergrößert worden, vier Windradstandorte sind dazu verschoben und zwei von neun Windrädern sind weggefallen», sagte der Freie-Wähler-Chef am Donnerstag bei einer Bürgerversammlung in der Gemeinde Haiming (Landkreis Altötting). «Das ist insgesamt ein sehr guter, bürgerfreundlicher Kompromiss, den ich empfehle anzunehmen. Wir brauchen die Windenergieanlagen, um Strom vor Ort zu produzieren und die Energiewende auch im Chemiedreieck voranzutreiben.»
Der ursprüngliche Plan, den Windpark Altötting mit 40 Windrädern zu realisieren, sei nach der Ablehnung von zehn Anlagen bei einem Bürgerentscheid in Mehring bürgerfreundlich optimiert worden, hieß es weiter. Aktuell sollen 29 Windräder im Staatswald realisiert werden. Die Gemeinden könnten sich mit bis zu 49 Prozent beteiligen und von den Windkrafterlösen profitieren.