Um die Artenvielfalt zu fördern, können Gartenbesitzer einfach ihren Rasenmäher bis Ende Mai im Schuppen lassen. Die Rasenflächen, Blumen und Brennnesseln im heimischen Garten sollten als Nahrung und Lebensraum für Insekten und Vögel vorerst stehenbleiben, appellierte der Landesbund für Vogel- und Naturschutz (LBV) in Hilpoltstein.
«Ungemähte Rasenflächen bieten wichtigen Lebensraum für Wildblumen und Insekten», erläuterte LBV-Biologin Tarja Richter. «Löwenzahn und Weißklee locken beispielsweise Schmetterlinge und Wildbienen an, die den Nektar und die Pollen brauchen, Brennnesseln werden von einigen Schmetterlingen zur Eiablage genutzt. Auch Vögel profitieren von den Insekten und Samen.»
Durch den Verzicht auf das Mähen könnten sich die Pflanzen bis zur vollen Blüte entwickeln. Die ersten Blüten auf der Wiese seien als Nahrungsquelle besonders wertvoll, erläuterte Richter. «Außerdem bietet langes Gras einen wichtigen Lebensraum für Käfer oder Heuschrecken.»