Nach ihrer Blockade-Aktion am Münchner Flughafen sind die beteiligten Klimaschutzaktivisten wieder frei gekommen, die Ermittlungen dauern aber an. Es stünde schließlich eine Zahl von Straftaten im Raum, sagte ein Sprecher der Polizei am Montag. Das Ergebnis der Ermittlungen gehe an die Staatsanwaltschaft.
Gegen die Aktivisten wird unter anderem wegen gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr ermittelt. Ihnen drohten Freiheitsstrafen, sagte der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Wochenende.
Zu Beginn der bayerischen Pfingstferien hatten die Klimaschutzaktivisten den Flughafen blockiert und damit den Feiertagsreiseverkehr erheblich behindert.
Ab 5.19 Uhr am Samstagmorgen war der Flughafen für knapp zwei Stunden voll gesperrt, wie Herrmann erläuterte. Acht Menschen wurden festgenommen, bei zwei weiteren die Personalien erfasst, wie die Polizei mitteilte. Einen Tag nach der Aktion seien alle wieder auf freiem Fuß gewesen - eine Ermittlungsrichterin habe keinen Grund für eine Haft gesehen, sagte ein Polizeisprecher.