Wie ist es um die Hummeln in Deutschland bestellt? Um das herauszufinden, hat der Bund Naturschutz (BN) die Menschen dazu aufgerufen, die kleinen brummenden Insekten um uns herum zu zählen. Mit einer Smartphone-App könne jeder losziehen und in der Natur Hummeln erfassen, teilte ein Sprecher des BN am Montag in Nürnberg mit.
Die so erfassten Daten sollen demnach helfen, mehr über die Verbreitungsgebiete und die Vielfalt von Hummelarten herauszufinden und Veränderungen zu dokumentieren. «Neben den wissenschaftlichen Daten des Wildbienen-Monitorings kann nun auch jeder Naturfreund Hummelbeobachtungen sammeln und einen wichtigen Beitrag leisten», sagte die Projektverantwortliche Martina Gehret.
Die besten Chancen, auf eine Hummel zu treffen, habe man bei Pflanzen mit blauen und lilafarbenen Blüten wie beispielsweise Taubnessel, Knautien, Beinwell, Herzgespann, Distel oder Klee, teilte Sophie Ogan vom Thünen-Institut mit, das an dem Projekt beteiligt ist. Diese Blumen seien bei Hummeln sehr beliebt, dort sammelten sie Pollen und tränken Nektar. «Dafür halten sie kurz still und man kann sie gut fotografieren.» Auch blühende Obstbäume und -sträucher seien im Frühjahr sehr beliebt.