Nach dem gerichtlich angeordneten Baustopp für eine Seilbahn am Fellhorn im Allgäu will der Liftbetreiber zügig die Umweltprüfung nachholen. Die Fellhornbahn GmbH werde nun gemeinsam mit den zuständigen Behörden die Umweltverträglichkeitsprüfung auf den Weg bringen, berichtete eine Sprecherin der Oberstdorf Kleinwalsertal Bergbahnen.
Das Verwaltungsgericht Augsburg hatte zuvor in einem Eilverfahren den Neubau der Scheidtobelbahn gestoppt. Der Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern (LBV) war gegen das Projekt vorgegangen. Hintergrund ist, dass der Sessellift das erste Projekt ist, das nach dem umstrittenen dritten bayerischen Modernisierungsgesetz genehmigt wurde. Mit dem neuen Gesetz möchte die Staatsregierung Bürokratie abbauen. Dadurch sind bei gewissen Bauvorhaben keine Umweltverträglichkeitsprüfungen mehr vorgesehen. Entsprechend hat das Landratsamt Oberallgäu auf die Prüfung verzichtet.