Inseln und Streifen in Feldern, die nicht geerntet werden - der selten gewordene Feldhamster profitiert nach Ansicht einer Expertin in Bayern deutlich von diesen Schutzmaßnahmen. Geplante Haushaltskürzungen könnten diese Erfolge aber wieder zunichtemachen, befürchtet die Biologin Janina Kempf vom Naturschutzverband LBV in Veitshöchheim. Und das könne am Ende sogar teurer für den Freistaat werden, sagt sie.
Der Feldhamster gilt nach Angaben des Landesamts für Umwelt in Deutschland als vom Aussterben bedroht. In Bayern ist er stark gefährdet und kommt aktuell nur noch in Unterfranken vor. Dafür gibt es demnach mehrere Ursachen: die intensive Landwirtschaft sowie der Verlust von Lebensraum. Außerdem verhindern etwa Straßen, dass die bis zu 33 Zentimeter großen Nager in andere Gebiete gelangen können und so genetischer Austausch entsteht.