Aktivisten der Gruppe «Ende Gelände» sind am Morgen aus Protest auf den Gasbohrturm im oberbayerischen Reichling geklettert. Rund zehn Aktivisten brachten laut einer Sprecherin Banner auf dem Bohrturm an. Auf ihnen stand «Gas ist Gift» sowie mit Blick auf Bayerns Wirtschaftsminister von den Freien Wählern: «Hubert Aiwanger - Wie verbohrt kann man sein? Gasausstieg jetzt - hier und weltweit».
«Mit neuen Gasförderungen befeuern Hubert Aiwanger und die bayrische Landesregierung für schnelle Profite aus fossiler Energie nicht nur die Klimakatastrophe, sondern sie ignorieren auch die Sorgen der Menschen vor Ort», sagte die Sprecherin der Gruppe. In Zeiten des Klimawandels sei die Gasbohrung nicht zu akzeptieren. Dies wollten sie mit einer Aktion zivilen Ungehorsams zeigen.
Die Polizei sprach später von vier Aktivisten auf dem Turm und zweien am Boden. Den Angaben zufolge waren 20 Polizisten da und holten die Aktivisten vom Turm herunter. Es sei zu keinen Zwischenfällen gekommen, hieß es in einer Mitteilung der Polizei. Derzeit werde geprüft, ob es Sachbeschädigungen gegeben habe.