Dass 1860 München ein ganz einzigartiger Verein ist, das zeigt sich diese Woche. Man muss es sich mal vorstellen: Das Team wird in die Regionalliga strafversetzt, der Streit mit dem verhassten Investor eskaliert, wochenlang ist die Zukunft der Fußballer aus Giesing offen. Auf den ikonischen Löwen im Vereinswappen wird wegen eines Markenstreits vorerst verzichtet. Es gibt viele Gründe, von den aktuellen «Löwen» frustriert zu sein. Aber was machen die Fans: Die pilgern zu Hunderten an das Trainingsgelände, feuern das Team mit Stadion-Schlachtgesängen an und sind heiß auf den Saisonstart.
«Das war unglaublich», sagte Trainer Alper Kayabunar zu den Szenen an der Grünwalder Straße am vorigen Mittwoch. Selbst Spieler, die schon einige Jahre als Fußballprofis auf dem Buckel hatten, seien baff gewesen. «So etwas habe ich noch nie gesehen. Wir sind extrem motiviert», betonte der Coach. Er habe «fast Tränen in den Augen gehabt», sagte TSV-Präsident Gernot Mang dem «Münchner Merkur». «Dieser Zusammenhalt ist einzigartig in Deutschland.»