loading

Nachrichten werden geladen...

Veröffentlicht mit CMS publizer®

Machtkampf in Hoffenheim: Andreas Schicker bleibt

Nationaltorwart Oliver Baumann (l) hielt in München trotz fünf Gegentoren sehr gut. Nach dem Spiel äußerte sich der Kapitän zu den Querelen im Verein.   / Foto: Sven Hoppe/dpa
Nationaltorwart Oliver Baumann (l) hielt in München trotz fünf Gegentoren sehr gut. Nach dem Spiel äußerte sich der Kapitän zu den Querelen im Verein. / Foto: Sven Hoppe/dpa

Kommt es heute zum Showdown bei der TSG Hoffenheim? Im Fokus der internen Querelen steht Sport-Geschäftsführer Schicker. Nach dem 1:5 in München gibt es deutliche Botschaften.

Andreas Schicker bleibt im Machtkampf beim Fußball-Bundesligisten TSG Hoffenheim Sport-Geschäftsführer. Dies hat der Vereinsvorstand des Fußball-Bundesligisten nach dpa-Informationen beschlossen. Die ursprünglich für diesen Montagabend angesetzte Gesellschafterversammlung fand nicht statt. Zudem gab Interimspräsident Christoph Henssler seinen Rücktritt bekannt. 

Zuvor hatte der «Kicker» über eine juristische Maßnahme von Mäzen Dietmar Hopp berichtet: Der 85-Jährige hatte einen Antrag beim Landgericht Heidelberg gestellt, wonach die Durchführung der Versammlung untersagt werde. Nach Angaben einer Landgerichtssprecherin gegenüber der dpa ist dem Antrag stattgegeben worden.   

Stimmmehrheit liegt schon länger wieder beim Verein 

Bei den Kraichgauern tobt schon länger ein Machtkampf zwischen Henssler und Hopp. Der Milliardär hält zwar als Gesellschafter 96 Prozent der Kapitalanteile an der Spielbetriebs GmbH, hat aber seine Stimmrechte vor gut zwei Jahren an den eingetragenen Verein zurückgegeben.    

Zuletzt hatte sich Hoffenheim von den drei Geschäftsführer-Kollegen Schickers getrennt. Nun stand auch der 39 Jahre alte Österreicher zur Disposition, obwohl die TSG als Tabellendritte auf Champions-League-Kurs liegt. Eine mögliche Herabstufung zum Sportdirektor hatte Schicker klar abgelehnt.

Auch Torwart Baumann macht sich für Schicker stark

Hopp unterstützt Schicker «aus voller Überzeugung.» Für dessen angedachte Abberufung «fehlt mir, gelinde gesagt, jegliches Verständnis. Wie können wir den Erfolg unseres Clubs riskieren?», hatte er zuletzt gesagt. Nach der 1:5-Niederlage beim FC Bayern hatten sich auch Profis wie Kapitän und Nationaltorhüter Oliver Baumann und Grischa Prömel sowie Trainer Christian Ilzer für ein Bleiben Schickers starkgemacht. 

Fan-Gruppierungen hatten in der Vergangenheit aber auch die Einflussnahme Hopps und vor allem von dessen Vertrauten Roger Wittmann, Spielerberater im Profifußball, bei den Kraichgauern kritisiert.

Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten