Die wilde Schlussphase seiner Bayern-Kollegen erlebte Harry Kane nicht mehr hautnah mit. Nach seinem Doppelpack im 50. Bundesliga-Spiel durfte Harry Kane die Freude über seine Treffer 54 und 55 nach seiner Auswechslung im Warmen genießen. Die Teamkollegen sorgten derweil in der frostigen Arena noch für Erstaunen, als sie es nach dem 4:0 durch Jamal Musiala (19.), Kane (45.+3./46. Minute) und Serge Gnabry (54.) noch einmal spannend machen. Zumindest für ein paar Sekunden durfte Holstein Kiel nach Treffern von Finn Porath (62.) und Steven Skrzybski (90.+1/90.+3) auf einen überraschenden Punkt hoffen.
Neue Erfahrung mit Köpfchen
So oft wie Kane traf noch nie ein Bundesliga-Profi in seinen ersten 50 Spielen. Nach seinem Dreierpack beim 6:1 im Hinspiel begnügte sich Kane beim Rückspiel vor 75.000 Zuschauern mit zwei Toren.
«Es hat Spaß gemacht und war ein gutes Spiel für mich. Die Tore kurz vor der Halbzeit und direkt nach der Halbzeit waren extrem wichtig für uns», sagte der 31-Jährige. «Der Februar ist sehr wichtig für uns, mit vielen Spielen gegen starke Gegner, und dafür müssen wir bereit sein. Dafür brauchen wir den gesamten Kader.»
Erstmals in einem Bundesliga-Spiel traf Kane damit zweimal per Kopf. Nach einer knappen Stunde holte sich Kane vor reichlich Englischen Wochen bei seiner Auswechslung den verdienten Beifall der Fans ab.
Musiala schließ sehenswerten Angriff ab
Den Anfang beim Sieben-Tore-Spiel machte der Münchner Startelf-Rückkehrer Musiala. Joshua Kimmich hatte beim One-Touch-Angriff das Auge für Michael Olise, der legte für Musiala auf. Musiala erzielte sein zehntes Saisontor und trifft damit die dritte Spielzeit in Folge zweistellig.
«Keiner von uns ist glücklich, dass es dann noch 4:3 ausgegangen ist. Aber wir wissen, dass wir die Mentalität, kein Tor kassieren zu wollen, über die gesamten 90 Minuten zeigen müssen – auch wenn wir mit mehreren Toren in Führung liegen, dürfen wir nicht abschalten», sagte Musiala.