Logo DieBayern.de News

Kahn wundert sich über Klopp: Geht um Kollegialität

Kahn wundert sich über Klopp: Geht um Kollegialität
Das Interview von Bundestrainer Klopp in der Halbzeit des Bayern-Spiels gegen Arsenal sorgt noch immer für Gesprächsstoff. (Archivbild) / Foto: Sven Hoppe/dpa
Jürgen Klopp versteht nicht, wie der FC Bayern verteidigt und sagt das in einem TV-Interview. Das findet Oliver Kahn nicht gut und wundert sich über den Bundestrainer. Auch Markus Söder äußert sich.

Der ehemalige Bayern-Vorstand Oliver Kahn hat mit Unverständnis auf die Aussagen von Bundestrainer Jürgen Klopp zum Spielsystem des deutschen Rekordmeisters reagiert. «Ich habe erst nachdenken müssen, ob er Nationaltrainer ist oder immer noch Fußballexperte», sagte Kahn bei RTL/Sky Sport. 

«Ich glaube, es geht hier auch ein bisschen um Kollegialität unter den Trainern. Und ich glaube, gerade ein Bundestrainer muss schon genau wissen, was er da sagt. (...) Mich haben die Worte überrascht, weil man das von einem Bundestrainer normalerweise nicht kennt», betonte der 57-Jährige. 

Jürgen Klopp hatte beim 2:2 des FC Bayern München im Champions-League-Spiel gegen den FC Arsenal im Halbzeit-Interview beim Streamingdienst DAZN gesagt, dass er den Plan von Vincent Kompanys Mannschaft im Spiel gegen den Ball immer noch nicht verstanden habe. 

Kompany bekommt Lob von Söder 

Den 59-jährigen Klopp verwirrte insbesondere die Rolle von Torjäger Harry Kane dabei. «Ich habe bis heute nicht abschließend verstanden, was Bayern gegen den Ball macht. Aber ich will mich einfach weiterbilden», sagte Klopp. «Mal ist es hybrid, dann Mann gegen Mann, dann nicht gegen den Mann. Ich lerne immer noch.»

Kompany wollte die Aussagen von Klopp nach dem Champions-League-Spiel nicht kommentieren und bekam für diese «perfekte» Reaktion Lob von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder. Klopps Zitate seien halb so wild, aber er glaube schon, «dass der Bundestrainer und der größte Verein Deutschlands, Bayern München, in einem guten Miteinander leben sollten», sagte Söder.

Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten