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Ismael Saibari zum FC Bayern: Multisprachiger WM‑Star soll X‑Faktor in München werden

Ismael Saibari zum FC Bayern: Multisprachiger WM‑Star soll X‑Faktor in München werden
Neuzugang Saibari (l) und Sportvorstand Eberl zeigen das Bayern-Trikot mit der Nummer 34. / Foto: Manuel Schwarz/dpa
Von: DieBayern.de News
Bayern-Neuling Saibari fühlt sich bereit für den Saisonstart. Klappt es gar schon im Testspiel an diesem Samstag gegen Leipzig? Was der Marokkaner sonst noch über seinen neuen Verein denkt.

Eine Sache hat Ismael Saibari seinen neuen Teamkollegen beim FC Bayern schon vor dem ersten Spiel voraus. Der Marokkaner spricht gleich fünf Sprachen, wie er grinsend bei seiner Vorstellung in München verriet. «Ich spreche Englisch, Spanisch, Französisch, Arabisch und Niederländisch.» Da schien es fast verwunderlich, dass der 25-Jährige seine erste Pressekonferenz an der Säbener Straße nicht schon auf Deutsch absolvierte.

Der WM-Star soll beim Rekordmeister ein X-Faktor werden auf dem Weg zum Triple aus Meisterschaft, DFB-Pokal und Champions-League-Triumph. Saibari sei einer dieser Spieler, die «was Neues in unser Spiel bringen, was wir vielleicht in der letzten Saison noch nicht hatten», sagte Sportvorstand Max Eberl. Der Fußball-Funktionär wirkte sehr stolz neben dem «Wunschspieler».

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Debüt schon gegen Leipzig am Samstag?

Saibari selbst glaubt, nach seiner bei der WM erlittenen Verletzung wieder fit zu sein für ein schnelles Debüt gleich zu Saisonbeginn. «Mir geht es gut. Ich bin jetzt schon einige Wochen beim Team und voll im Training», sagte er. Auf die Frage, ob er im Testspiel am Samstag (15.30 Uhr/MagentaTV) gegen RB Leipzig auflaufen kann, antwortete er: «Da muss ich noch mit den Ärzten reden.»

Der FC Bayern hatte den Nationalspieler für eine kolportierte Ablöse von rund 55 Millionen Euro von der PSV Eindhoven verpflichtet und mit einem Fünfjahresvertrag bis 2031 ausgestattet. Er soll den Münchnern in der Offensive noch mehr Flexibilität geben. «Ich kann mehrere Positionen spielen, das ist egal», antwortete Saibari angesprochen auf seine bevorzugte Rolle. Eberl lobte die Fähigkeit der beiden Neuzugänge Saibari und Nathaniel Brown, die «unterschiedliche Positionen spielen können, unterschiedliche Stärken haben».

Keine Festlegung auf Position

«Im Spiel wechselt man ja eh so oft die Position, ob links oder rechts, dass es wirklich keine Rolle spielt», ergänzte der Angreifer. Mit Trainer Vincent Kompany habe er noch nicht konkret gesprochen, wo dieser ihn einplane. «Ich war zuletzt fokussiert auf meine Verletzung und mein Comeback.» Er gehe aber davon aus, sich in den nächsten Tagen mit dem Coach intensiver darüber auszutauschen.

Saibari hatte bei der Weltmeisterschaft in Nordamerika im Achtelfinale gegen Kanada (3:0) eine Oberschenkelverletzung erlitten. Auf das Viertelfinale gegen Frankreich (0:2) musste er deshalb verzichten. Zuvor war er einer der Stars des nordafrikanischen Teams und hatte drei Tore erzielt.

Fehlstellung der Füße als Kleinkind

Auf die Frage, warum er sich für einen Wechsel zum FC Bayern entschied, antwortete er: «Weil es einer der größten Clubs der Welt ist, das ist schon mal klar. Und deren Spielstil kommt mir entgegen. Man gibt dir hier das Selbstvertrauen, dich als Spieler und Mensch weiterzuentwickeln.»

Dabei sprach bei Saibari als Kind wenig dafür, dass er einmal ein großer Star werden könne. Er kam mit einer Fehlstellung der Füße zur Welt; Ärzte bezweifelten damals sogar, dass er später normal laufen kann. Doch dank Therapien und speziellen Hilfsmitteln wurde der Schaden behoben.

«Meine Eltern haben viele Opfer gebracht, damit ich laufen und ein normales Leben führen kann», sagte Saibari. Dass er nicht nur ein normaler Mensch, sondern ein außergewöhnlicher Fußballer ist, das will er nun beim FC Bayern beweisen.

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