Max Eberl lächelte verschmitzt, als er sich mit der Olympia-Torte für Neuzugang Michael Olise in der Hand eine amüsante Bemerkung zu Leverkusen erlaubte. Oder sei der Kuchen nicht doch für Herrn Carro, witzelte der Bayern-Sportvorstand auf dem Weg aus dem Pressekonferenzraum. Als der 50-Jährige wenig später mit Trainer Vincent Kompany zurückkehrte, vermied er es, den Streit mit Bayer-Boss Fernando Carro neu zu entfachen. «Klar kann man jetzt hier sitzen und ein Riesen-Wortgefecht entflammen lassen. Aber das ist tatsächlich null Komma null mein Ansinnen», sagte Eberl.
Carros Aussage spreche ja für sich, unterstrich Eberl. Er selbst halte es da anders. «Mir fällt dazu nur ein Satz ein: Reden ist Silber, Schweigen ist Gold», sagte Eberl. «Eigentlich schade, dass wir jetzt vor dem Pflichtspielstart so ein Thema haben.»
Coach Kompany, der am Freitag (20.45 Uhr/ZDF und Sky) in der ersten Runde des DFB-Pokals erstmals in einem Pflichtspiel mit den Münchnern an der Seitenlinie steht, ließ sich die Laune von den Nebengeräuschen nicht verderben. Im Gegenteil. Er lachte laut, als Eberl nach Carro gefragt wurde.