Das Erklingen der Champions-League-Hymne soll beim FC Bayern mal wieder Großes bewirken. Der Münchner Comeback-Plan gegen Lazio Rom geht so: Auf ihrer Fußball-Lieblingsbühne finden Trainer Thomas Tuchel und die Münchner Stars noch einmal zueinander und verbünden sich für ein letztes, überragendes Ziel in ihrer Zusammenarbeit. Ein frühes Aus in Europa am Dienstag (21.00 Uhr/Prime Video) würde die Bayern-Saison endgültig in Schutt und Asche legen - und vermutlich frühere Konsequenzen erfordern.
Tuchel richtete 32 Stunden vor dem Anpfiff einen für ihn ungewöhnlichen Hilferuf an die Bayern-Fans. «Wir brauchen auf jeden Fall ein emotionalisiertes Stadion!» Hilfe von außen scheint das letzte Mittel für den nächsten in München gescheiterten Trainer und eine nur noch sporadisch Topleistungen liefernde Mannschaft, um das 0:1 aus dem Hinspiel doch noch umzubiegen und ins Viertelfinale vorzustoßen.
Abwehrspieler Matthijs de Ligt beschrieb am Montag mit drastischen Worten die vertrackte Bayern-Situation: «Wir sind alle zusammen in der Scheiße - und müssen auch zusammen da rauskommen.» Tuchel erweckte als zweiter Redner des Tages im Mediensaal der Allianz Arena nicht den Eindruck, als wenn in ihm noch ein großes Bayern-Feuer lodert. Auch wenn er versicherte: «Es kann sich jeder sicher sein, dass es niemanden gibt, der mehr Ehrgeiz hat, das Spiel zu gewinnen als ich.»