Fußball-Nationalspieler Jonathan Tah macht sich dafür stark, über gesellschaftliche Probleme und Themen ohne Scheu zu sprechen. Der Neuzugang des FC Bayern sagte im Mitgliedermagazin «51» des deutschen Rekordmeisters, dass er weiter Rassismus thematisieren wolle. «Weil ich finde, wir dürfen uns bei vermeintlichen Tabuthemen nicht wegducken. Wir müssen offen darüber sprechen – auch offen über unsere Gefühle.»
Der 29-Jährige versuche stets seine Gefühle zu zeigen und zu erklären - nur so könnten andere verstehen, wie es ihm geht. «Als ich mit meiner Frau zusammenkam, eine Deutsch-Italienerin, wusste sie vieles noch nicht, beispielsweise beim Thema Alltagsrassismus. Sie konnte gewisse Dinge nicht wirklich nachvollziehen. Und es war extrem wichtig, dass ich ihr erklärt habe, wie ich mich in bestimmten Situationen fühle und warum mich manches verletzt», erzählte Tah. «Sie hätte es sonst gar nicht wissen können. Deshalb finde ich den offenen Austausch darüber so wichtig.»