Das Bild war bezeichnend. Während Münchens Welt- und Europameister Andreas Obst und Justus Hollatz frustriert vom Court trotteten, holten sich Jack Kayil und Michael Rataj leicht grinsend Schulterklopfer ab. Es waren ausgerechnet die beiden Jungprofis von Alba Berlin, die die Finalserie um die deutsche Basketball-Meisterschaft spannend machten. Voller Genugtuung konnten die Hauptstädter auf die Anzeigetafel blicken, die Kayil und Rataj mit 16 und 15 Punkten als Alba-Topscorer des 86:79 (40:45)-Auswärtssieges auswies.
Schaffen es die beiden Anfang-Zwanziger sogar, den Endspiel-Außenseiter aus Berlin zum großen Coup über den Titelverteidiger zu werfen? «Sehr viel» Selbstbewusstsein habe dieser Erfolg in München eingeflößt, sagte Kayil bei Dyn. Nun geht es nach Berlin. «Wir sind unheimlich heimstark», tönte der Alba-Aufbauspieler vor dem dritten Match am Mittwoch (20.30 Uhr/Dyn). Zwei Tage später kann erneut in der Max-Schmeling-Halle dann eine Entscheidung fallen in der Best-of-Five-Serie, wenn drei Siege zum Triumph benötigt werden.