Vitus Eicher pfefferte seine Torwarthandschuhe frustriert auf den Rasen - kurz danach wurden der Keeper und seine Teamkollegen von 1860 München vor der Fankurve mit Sprechchören wieder aufgebaut. Das 2:2 (2:1) der «Löwen» bei der Heimpremiere gegen den FC Augsburg II spiegelte eindrucksvoll die Lage des Vereins nach einem chaotischen Sommer wider: Sportlich noch deutlich von der Topform entfernt - von der emotionalen Wucht der Fan-Unterstützung her aber viel zu gut für die Fußball-Regionalliga.
Innenverteidiger und Rückkehrer Felix Weber etwa erzählte von seinem Gemütszustand gleich in der Anfangsphase vor 15.000 Leuten im Grünwalder Stadion: «Als das ganze Stadion mitgesungen hat, da habe ich - ehrlich gesagt - das Spiel schon mal kurz vergessen und eine Gänsehaut gekriegt.» Michael Eberwein schilderte schon von der Anfahrt zum Grünwalder Stadion an Tausenden Fans vorbei: «Das war schon Wahnsinn und hat gekribbelt.»