Dank einer gesunkenen Zahl an Geflüchteten hat sich die Lage der Tafeln in Bayern leicht entspannt. Man blicke «vorsichtig optimistisch» auf 2026, sagte Peter Zilles, Vorsitzender des Landesverbands Tafel Bayern in Bindlach (Landkreis Bayreuth), der Deutschen Presse-Agentur. «Doch es gibt weltweit sehr viele Krisenherde. Fast alle lösen eine Flüchtlingswelle aus - das wirkt sich immer auch auf die Tafeln aus.»
Die Tafeln sammeln Lebensmittel, die nicht mehr verkauft werden können, ein - etwa Überproduktion, Lebensmittel mit bald ablaufendem Mindesthaltbarkeitsdatum oder zu große Lagerbestände. Abgegeben werden die Waren an Menschen, die auf staatliche Unterstützung angewiesen sind.
Im Jahr 2022 hatte der Ansturm hunderttausender Menschen aus der Ukraine, die wegen des russischen Angriffskrieges geflüchtet waren, viele Tafeln an Kapazitätsgrenzen gebracht. 2025 sei die Zahl der Tafelkunden gegenüber dem Vorjahr nur um etwa ein Prozent gestiegen, sagt der Landesvorsitzende.