Die Hilfe der bayerischen Bahnhofsmissionen wird immer öfter benötigt - und der Unterstützungsbedarf komplexer. Die zwölf Einrichtungen im Freistaat verzeichneten im vergangenen Jahr einen Anstieg der Hilfeleistungen auf mehr als eine Million. Rund 620.000 Mal nahmen Menschen Kontakt mit den meist ehrenamtlichen Helfern auf - ein Plus von etwa zehn Prozent, wie der Katholische Verband IN VIA Bayern sowie die Diakonie Bayern mitteilten.
«Der Unterstützungsbedarf wächst – und wird zugleich komplexer. Viele Gäste sind mehrfach belastet; ihr Leben ist geprägt von Armut und Mangel, Krankheit und sozialer Isolation», hieß es. Rund 86 Prozent der Hilfesuchenden lebten in besonders schwierigen Lebenslagen. Entsprechend nähmen auch aufwendige Hilfen wie Weitervermittlungen, materielle Unterstützung und Kriseninterventionen zu. «Auch die Nachfrage nach Notverpflegung ist hoch.»