Nach dem Boom der vergangenen Jahre hat das Geschäft der Wohnmobil- und Caravan-Branche in Deutschland einen Dämpfer erlitten. 2024 verließen mehr als 118.500 Freizeitfahrzeuge die Produktionsbänder - und damit 16,4 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie der Caravaning Industrie Verband (CIVD) auf der Stuttgarter Reisemesse CMT mitteilte. Das Minus geht demnach stärker auf die gesunkene Nachfrage nach Wohnwagen zurück (rund minus 24 Prozent). Es wurden aber auch weniger Reisemobile hergestellt.
Mehr als 15 Milliarden Euro Umsatz
Das verringerte Produktion schlug sich auch auf die Zahlen nieder: Die Branche verzeichnete 2024 einen Umsatz von rund 15,1 Milliarden Euro - sechs Prozent unter dem Rekord von 2023. Zum Gewinn machte der Verband keine Angaben.
Der Überbestand an Fahrzeugen im Handel soll sich demnach voraussichtlich im ersten Halbjahr normalisieren. CIVD-Geschäftsführer Daniel Onggowinarso blickte daher vorsichtig, aber optimistisch auf 2025. Die Begeisterung für Caravaning sei ungebrochen, die Neuzulassungen sehr gut. Angesicht der unsicheren Wirtschaftslage rechnete der Verband bei der Jahresproduktion aber mit einem Minus von ungefähr vier Prozent auf 93.000 Fahrzeuge.
Messe mit Schwerpunkt Caravaning
Die CMT (Caravan - Motor - Touristik) ist nach eigenen Angaben die weltweit größte Publikumsmesse für Tourismus und Freizeit. Ein Schwerpunkt ist das Caravaning: Besucherinnen und Besucher können sich dort unter anderem rund 1200 Reisemobile ansehen. Die Messe läuft bis zum 26. Januar.
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