Bei einer Protestaktion in mehreren Ländern haben am Samstag rund eine Million Demonstranten ihre Solidarität mit den Menschen im Iran gezeigt. Allein in München verwandelten laut Polizei bis zu 250.000 Teilnehmer - unter ihnen viele Exil-Iraner aus ganz Europa - die Theresienwiese in ein grün-weiß-rotes Fahnenmeer. Es war die größte Demo für Freiheit im Iran, die es in Deutschland je gab.
In der kanadischen Metropole Toronto versammelten sich Medienberichten zufolge rund 350.000 Menschen zur Unterstützung der iranischen Protestbewegung. Zehntausende Menschen gingen in London, Vancouver und Sydney auf die Straße.
In Los Angeles, einem Zentrum der iranischen Diaspora in den USA, kamen Medienberichten zufolge Tausende Demonstranten zusammen. Besonders im Stadtteil Westwood füllten sich die Straßen. Wegen der großen iranischen Gemeinde wird das Viertel in Anspielung auf die iranische Hauptstadt Teheran auch «Tehrangeles» genannt.
Anfang Januar hatte Irans Sicherheitsapparat Massenproteste im Land gewaltsam niedergeschlagen. Nach Schätzungen von Aktivisten kamen dabei rund 7.000 Menschen ums Leben. Zwar sind die Demonstrationen im Iran angesichts der Repressionen inzwischen weitgehend verstummt, doch am Samstag waren in Teheran erneut Protestrufe aus Wohnhäusern zu hören. «Tod dem Diktator» hallte es über die Dächer.