Würzburg (dpa/lby) - Fast vier Monate nach Verhandlungsbeginn soll nächste Woche im Prozess um Drogengeschäfte in Würzburg und brutale Misshandlungen von säumigen Zahlern das Urteil fallen. Angeklagt sind sechs Männer. Die Staatsanwaltschaft hat eine lange Liste an Vorwürfen zusammengetragen, unter anderem bandenmäßiger Handel mit Betäubungsmitteln wie Kokain oder Cannabis, gefährliche Körperverletzung und besonders schwere räuberische Erpressung. Die Angeklagten sind zwischen 20 und 25 Jahre alt.
Die Staatsanwaltschaft will für die Männer Haftstrafen erreichen. Sie beantragte nach Angaben des Landgerichts Würzburg für zwei Angeklagte Gesamtfreiheitsstrafen von 9 Jahren und 10 Monaten sowie 4 Jahre und 10 Monate.
Für die anderen vier Angeklagten plädierte die Anklage auf Einheitsjugendstrafen zwischen sechseinhalb und knapp vier Jahre.
Die Verteidiger der teils geständigen Verdächtigen erachteten Jugendstrafen von zwischen 7 Jahren und 9 Monaten beziehungsweise maximal 2 Jahre für angemessen, die teils zur Bewährung ausgesetzt werden sollten.