Ein offizieller Feiertag ist der Buß- und Bettag seit drei Jahrzehnten nicht mehr. Aber ein ganz normaler Arbeitstag auch nicht. Der Tag schafft für viele Familien ein Betreuungsproblem, Lehrerinnen und Lehrer sehen sich Vorurteilen ausgesetzt. Und die evangelische Kirche? Betont, wie wichtig dieser Tag auch heute noch ist.
Buß- und Bettag – worum geht's eigentlich?
«Der Buß- und Bettag ist für evangelische Christinnen und Christen ein Tag der Besinnung und Neuorientierung im Leben», heißt es bei der bayerischen Landeskirche (ELKB). «Der Gedenktag dient dem Nachdenken über individuelle und gesellschaftliche Irrtümer wie beispielsweise Fremdenhass, Umweltzerstörung und die Ausgrenzung von Armen und Obdachlosen.»
Der Tag geht auf das 16. Jahrhundert zurück. In diesem Jahr steht er unter dem Motto: «Ich bin da, wenn du mich brauchst.» Die Gottesdienst-Angebote würden gut angenommen, heißt es: Das zeige, «dass der Bußtag im Leben vieler Menschen nach wie vor tief verwurzelt ist».