Zur Bewältigung der großen Aufgaben dieser Zeit wünscht sich Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) mehr Optimismus, aber auch mehr Einsatz und Leistung. Die heutige Gesellschaft solle sich die Generationen vor 30, 40, 50 oder 60 Jahren zum Vorbild nehmen, forderte Dobrindt auf dem Katholikentag in Würzburg. «Wo bleibt denn der Optimismus?», fragte er. «Wir sind doch nicht zum ersten Mal in der Bundesrepublik Deutschland vor großen Aufgaben.» Der Umgang mit Herausforderungen sei heute ein anderer als früher.
Problematisch sei, dass das Misstrauen gegenüber der Politik in Bezug auf die Frage sehr groß sei, ob sie überhaupt noch etwas verändern könne. «Die Polarisierung ist eine unserer größten Krankheiten», sagte Dobrindt im Gespräch mit dem Generalsekretär des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Marc Frings. Polarisierer trieben die Gesellschaft auseinander. Kernaufgabe einer Politik der Mitte sei es daher, die Gesellschaft zusammenzuhalten und zu beruhigen. «Ansonsten gewinnen die, die die Polarisierung vorantreiben.»