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Warum der Streit mit den Piusbrüdern auch Regensburg trifft

Die Bischofsweihen der Piusbruderschaft hat ernsthafte Konsequenzen.  / Foto: Cyril Zingaro/KEYSTONE/dpa
Die Bischofsweihen der Piusbruderschaft hat ernsthafte Konsequenzen. / Foto: Cyril Zingaro/KEYSTONE/dpa

Die erzkonservative Piusbruderschaft hat neue Bischöfe geweiht. Der Vatikan reagiert mit Ausschluss. Das Bistum Regensburg wendet sich mit einem Appell an seine Gläubigen.

Der Streit zwischen dem Vatikan und der erzkonservativen Piusbruderschaft hat auch Folgen für das Bistum Regensburg. Nachdem die Piusbrüder trotz des strikten Verbots von Papst Leo XIV. Bischöfe geweiht hatten, reagierte der Vatikan mit der Exkommunikation der an der Weihe beteiligten Männer. Auf dem Gebiet des Bistums Regensburg, genauer gesagt in Zaitzkofen, einem Ortsteil von Schierling, betreibt die Piusbruderschaft ein Priesterseminar. Die Diözese warnte nun die Gläubigen davor, in Zaitzkofen Gottesdienste zu besuchen und Sakramente zu empfangen.

Die Spendung des Sakraments der Buße und weiterer Sakramente durch die Priester der Bruderschaft St. Pius X. verliere durch die Entscheidung des Vatikans ihre Gültigkeit. «Den Gläubigen wird aus pastoraler Sorge dringend abgeraten, nach Zaitzkofen zu fahren, um die Heilige Messe zu feiern», hieß es in einer Mitteilung. Stattdessen sollten sie das Angebot von Priestern und Gemeinschaften nutzen, die «in voller Gemeinschaft mit der katholischen Kirche stehen», wie etwa die Priesterbruderschaft St. Petrus. 

Formell mit der Kirche gebrochen

Auch sie feiert die Messe nach dem alten Ritus, der offiziell außerordentliche Form des römischen Ritus heißt. Zudem gebe es noch in weiteren Kirchen des Bistums die Möglichkeit, an Messen nach diesem Ritus teilzunehmen.

Der Papst hatte der traditionalistischen Piusbruderschaft verboten, Bischofsweihen durchzuführen, doch die Verantwortlichen der Gemeinschaft setzten sich am Mittwoch in der Schweiz darüber hinweg. Der Vatikan hat nach der Weihe nun die Exkommunikation der sechs Beteiligten bestätigt und festgestellt, dass die gesamte Glaubensgemeinschaft formell mit der Kirche gebrochen hat.

In dem Dekret stellte der Vatikan klar, dass sich nach der Weihe alle Kleriker der Bruderschaft «im Schisma befinden und daher als Schismatiker zu betrachten sind». Auch sie unterliegen damit der im Kirchenrecht vorgesehenen Exkommunikation. Die Behörde für Glaubenslehre sprach gleichzeitig eine Warnung an all jene aus, die sich den Schismatikern anschließen.

Die Piusbruderschaft lehnt die Reformen des 2. Vatikanischen Konzils ab und gilt als streng konservativ und hierarchisch.

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