Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern kürzt ihrem Medienhaus den jährlichen Zuschuss im Millionenbereich. Wie die Landeskirche mitteilte, werde die Zuwendungsvereinbarung mit dem Evangelischen Presseverband für Bayern (EPV) zu Ende Dezember 2026 gekündigt. Die Kirche will später über neue Formen der Zusammenarbeit mit dem EPV ab 2027 entscheiden. Der EVP ist als rechtlich selbstständiger Verein organisiert.
Eine Sprecherin der Kirche erläuterte, dass es sich um einen Betrag im einstelligen Millionenbereich handele, die genaue Summe wurde nicht genannt. «Vor dem Hintergrund deutlich sinkender Kirchensteuereinnahmen überprüft die Landeskirche derzeit alle größeren Zuwendungen auf ihre strategische Ausrichtung und Zukunftsfähigkeit», erläuterte die Pressesprecherin. Ziel sei eine effizientere und wirkungsvollere Verwendung der Mittel.
Zukunft von evangelischer Wochenzeitung bislang nicht geklärt
Der EPV gibt unter anderem die evangelische Wochenzeitung für Bayern «Sonntagsblatt» heraus. Nach Angaben der Kirchensprecherin ist über die Zukunft einzelner publizistischer Angebote wie das «Sonntagsblatt» bisher nicht entschieden. Die Landeskirche überprüfe die Medienangebote hinsichtlich Reichweite, Wirkung und Wirtschaftlichkeit.
Die evangelische Publizistik bleibe für die Kirche aber weiter ein wichtiger Bestandteil ihrer Präsenz, sagte die Sprecherin. Fortgeführt werden soll auf jeden Fall die Rundfunkarbeit in öffentlich-rechtlichen und privaten Sendern. Auch der Evangelische Pressedienst (epd) bleibe als unabhängige Nachrichtenagentur ein wichtiger Bestandteil kirchlicher Medienpräsenz.
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