Kulturstaatsminister Wolfram Weimer hat missverständliche Äußerungen in seinem Buch «Das konservative Manifest: Zehn Gebote der neuen Bürgerlichkeit» eingeräumt. «Deswegen wird mir das ja auch gerne um die Ohren gehauen», sagte Weimer im Podcast «Meine schwerste Entscheidung» der Funke-Mediengruppe. «Wenn ich das heute noch mal schreiben würde, würde ich das anders schreiben und auch klarer.»
Es geht um Textpassagen, in denen Weimer nach eigenen Worten Thesen des Kulturhistorikers Oswald Spengler paraphrasiert. Spengler hatte zu Beginn der Weimarer Republik das umstrittene Werk «Der Untergang des Abendlands» veröffentlicht. Weimer sagte, er referiere die Haltung eines bestimmten Teils des deutschen Bürgertums. Was Spengler ausführe, sei «natürlich nicht meine Meinung», sagte Weimer. «Ich bin ja weit weg von jeder Form von völkischem Denken.»