Der designierte Kulturstaatsminister Wolfram Weimer will sich in der neuen Bundesregierung gegen Kürzungen bei der Kultur einsetzen. «Ich möchte die wunderbar reichhaltige Kulturlandschaft vor allem stärken und unterstützen in ihrer außergewöhnlichen Vielfalt. Wer von mir den Sparkommissar erwartet, den muss ich enttäuschen», sagte er der Deutschen Presse-Agentur in München. Im Koalitionsvertrag stehe der schöne Satz: «"Unser Land soll ein Leuchtturm für freie Kunst und Kultur in der Welt sein." Diesen Leuchtturm gilt es leuchten zu lassen und nicht abzudunkeln.»
Der Publizist Weimer war am Montag vom designierten Kanzler Friedrich Merz für das Amt des Staatsministers für Kultur und Medien der Bundesregierung nominiert worden. In der Folge gab es daran teils heftige Kritik. Unter anderem nannte der Schauspieler Ulrich Matthes ihn einen «Ideologen», Linken-Chefin Ines Schwerdtner gar einen «Ultrakonservativen». Weimer tritt in seinem neuen Amt die Nachfolge der Grünen-Politikerin Claudia Roth an.