Bayern kämpft um seine wichtigste Ressource: Die Trinkwasser-Situation in Bayern könnte in Zukunft brenzliger werden. Zahlreiche Experten waren sich am Donnerstag in einer Anhörung im Umweltausschusses des Landtages einig, dass Handlungsbedarf besteht, um Trinkwasser auch langfristig für die Menschen zu sichern - die leichte Erholung durch viel Niederschlag in den vergangenen Monaten spielt demnach mittelfristig keine Rolle.
Welche Maßnahmen allerdings die sinnvollsten sind, darüber herrschte nicht immer Konsens - die Vorschläge reichen von aufwendigen Bauwerken etwa zur Versorgung Nordbayerns aus südlichen Gewässern wie dem Bodensee - bis hin zum klassischen Wassersparen. Klar ist über alle Parteigrenzen hinweg jedoch: Eine Privatisierung der Trinkwasserversorgung kommt nicht infrage.
«Unser Wasser ist unser wertvollstes Gut. Die oberste Priorität muss deshalb darauf liegen, es zu schützen – vor der Ausbeutung durch Konzerne, vor Verschmutzung und Verschwendung», sagte der Grünen-Landtagsabgeordnete Patrick Friedl. Die CSU wies darauf hin, dass Bayern für die Umsetzung von Maßnahmen im Wasserschutz bis 2050 sieben Milliarden Euro bereitstellt. Der Anschlussgrad an die öffentliche Trinkwasserversorgung betrage schon jetzt nahezu 100 Prozent.