CSU und Freie Wähler kämpfen laut einer neuen wissenschaftlichen Analyse im Wahlkampf gezielt mit populistischen Aussagen zur Sonderrolle Bayerns um die Gunst der Wähler. «Kern des Regionalpopulismus in Bayern ist das Ausspielen ‚unserer bayerischen Heimat‘ gegen ‚Brüssel und Berlin‘ – das ist das, was CSU und Freie Wähler regelmäßig machen», sagte der Autor der Untersuchung, Parteienforscher Jan Philipp Thomeczek, von der Universität Potsdam. Der Regionalpopulismus von CSU und Freien Wählern unterscheide sich zudem vom Populismus der AfD.
In seiner Untersuchung hat der Forscher die öffentliche Kommunikation der beiden Parteien und die Einstellung von Wahlberechtigten in Bayern nach der Landtagswahl 2023 auf Basis einer Umfrage ausgewertet. Die Ergebnisse seiner Analyse veröffentlichte Thomeczek in der Zeitschrift «German Politics».