Wer nach der Bundestagswahl auf die Wahlkreiskarte in Bayern schaut, sieht schwarz: Die CSU ist im ganzen Land Nummer eins. Doch dahinter gibt es große Unterschiede. Ein Blick in die Zahlen.
Wie ist Bayern vertreten?
Insgesamt werden 101 Abgeordnete aus Bayern nach Berlin geschickt: 44 von der CSU, 22 von der AfD. Grüne und SPD kommen auf je 14, die Linke auf 7. Das sind zwar weniger als im letzten Bundestag, doch auch die Gesamtzahl der Sitze ist durch die Wahlrechtsreform gesunken. Insgesamt kommt Bayern damit auf 16 Prozent der Abgeordneten. Das ist etwas mehr als der Anteil des Freistaats an den Wahlberechtigten.
Ein Grund dafür dürfte die in Bayern überdurchschnittlich hohe Wahlbeteiligung gewesen sein. Die lag in Bayern insgesamt bei 84,5 Prozent und damit nicht nur 4,6 Punkte höher als 2021, sondern auch um 2 Punkte über dem Bundesdurchschnitt. Die engagierteste Wählerschaft in Bayern - und ganz Deutschland - fand sich in München-Land mit 88,1 Prozent. Bundesweit wurden sieben der zehn höchsten Wahlbeteiligungen in Bayern festgestellt. Der niedrigste Wert im Freistaat wurde in Nürnberg-Süd mit 78,3 Prozent erreicht.