Der erste Blick auf die bayerische Europawahl-Landkarte zeigt Altvertrautes: Alle Landkreise und kreisfreien Städte sind schwarz. Doch wer tiefer in die Ergebnisse blickt, sieht teils gewaltige Unterschiede zwischen den Regionen, mit Hochburgen, Schwachstellen und tiefen Abstürzen. Ein Blick auf die Zahlen.
CSU
Anders als bei der Landtagswahl und letzten Europawahl sind wieder alle Kreise schwarz. In ihrer Hochburg Rhön-Grabfeld in Unterfranken holt die Partei von Ministerpräsident Markus Söder 48,9 Prozent. Am anderen Ende der Skala steht für die CSU mal wieder München. Hier kommt sie nur auf 27,1. Das reicht allerdings auch dort für den ersten Platz. Bayernweit sind es 39,7.
Auf Regierungsbezirk-Ebene sind die Christsozialen mit 45,2 Prozent in Niederbayern am stärksten. Hier hatten ihnen bei der Landtagswahl noch die Freien Wähler sehr viele Stimmen abgenommen. Auch jetzt ist aber ein Rückgang des CSU-Ergebnisses in Niederbayern sichtbar: Um satte 8,2 Prozentpunkte im Vergleich zur letzten Europawahl - die größten Zuwächse gab es dort für AfD und Freie Wähler. Am schwächsten ist die CSU in Oberbayern und Mittelfranken.