Trotz des jüngst von Kanzler Friedrich Merz (CDU) geforderten Fokus auf mehr digitale Souveränität könnte sich der Freistaat Bayern bald noch enger an den US-Konzern Microsoft binden. Derzeit laufen hinter den Kulissen im zuständigen Finanzministerium Planungen, die IT von Bayerns Verwaltung einheitlicher zu machen. Und da scheint es große Sympathien zu geben, den US-Konzern als Softwareanbieter zu nutzen. So wenig Konkretes bisher bekannt ist, steht eines schon fest: Das Vorhaben ist umstritten und ruft nicht nur Kritik aus der Opposition hervor.
Der in Bayern zuständige Digitalminister Fabian Mehring (Freie Wähler) verwies auf Nachfrage auf die Zuständigkeit des Finanzministeriums. Bekannt ist aber, dass er sich in der Vergangenheit wiederholt für digitale Souveränität ausgesprochen hat - insbesondere wenn es um hochsensible Daten geht. Der nun laufende Flirt mit Microsoft erscheint auch deshalb für viele verwunderlich, weil gerade auch die CSU in der Vergangenheit immer wieder vor zu großen Abhängigkeiten aus dem Ausland gewarnt hat - beispielsweise bei der Produktion von Nahrung oder bei Medikamenten.