Bayern und die aufstrebende chinesische Provinz Sichuan streben eine enge wirtschaftliche, technologische und wissenschaftliche Zusammenarbeit an. Das ist Kern eines neuen Partnerschaftsabkommens, das Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag zum Auftakt seiner China-Reise in Chengdu unterzeichnete. Die 21-Millionen-Einwohner-Stadt ist die Hauptstadt von Sichuan. Die seit dem vergangenen Jahr bestehende Kooperation der beiden Regionen soll damit nun mit Leben gefüllt werden.
«Wir wollen den Ausbau der wirtschaftlichen Beziehungen stärken», sagte Söder nach einem Gespräch mit dem Parteisekretär der Kommunistischen Partei in Sichuan und dem Gouverneur der Provinz. «Hier gibt es viele Investitionen bayerischer Unternehmen, und wir wollen ihnen Begleitschutz geben.» Andere zögen sich eher zurück aus China. «Wir glauben, dass es wichtig ist, hier präsent zu sein und damit ein Stück weit auch die Lufthoheit zu haben, was die wirtschaftlichen Investitionen deutscher Firmen, vor allem aus Bayern, betrifft.» China ist nach wie vor der weltweit größte und wichtigste Handelspartner Bayerns.