Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) merkt, dass er den Freistaat in ungewissen Zeiten regiert. Die politische Großwetterlage im In- und Ausland wird rauer, die Wirtschaft strauchelt auch im erfolgsverwöhnten Bayern, die Bedrohung von Innen und Außen ist manifest. «Wir sind unter Druck, wie selten zuvor», sagt Söder. Europa und auch Deutschland fielen international zurück. «Wir spüren, dass die Radikalen stärker werden.» Söder sieht das Erstarken der AfD als größte politische Herausforderung seiner Generation.
Die Antwort Bayerns, das macht der CSU-Parteichef in seiner Grundsatzrede vor den CSU-Landtagsabgeordneten in Kloster Banz bei Bad Staffelstein unmissverständlich deutlich, soll eine Offensive sein. Investitionen in die Zukunft – sprich in die Forschung – stehen an erster Stelle, gemeinsam mit Investitionen in den Alltag der Menschen, den immer mehr auch im Freistaat als herausfordernd einstufen. Fraktionschef Klaus Holetschek skizzierte, wie etwa die Wartezeiten auf wichtige Diagnosen in der Medizin auf sich warten lassen.