Das Fahrverbot für Diesel-Fahrzeuge in München soll verschärft werden. Der Stadtrat sprach sich mehrheitlich dafür aus, auf einem vielbefahrenen Abschnitt des Mittleren Rings ein bereits geltendes Fahrverbot für Euro-4-Fahrzeuge auf die bessere Schadstoffklasse 5 auszuweiten.
Das Ziel: bessere Luft und weniger giftiges Stickstoffdioxid entlang der autobahnähnlichen Landshuter Allee. Doch ob es wirklich so weit kommt? Das wird sich erst in einigen Monaten zeigen. Und dann ist da noch ein Hintertürchen, das sich die Stadt offenhält.
Denn eigentlich hatte die Mehrheit des Plenums eine andere Lösung favorisiert: eine Tempo-30-Zone, die seit Juni auf dem rund 2,5 Kilometer langen Abschnitt gilt. Damit wollte man eine Verschärfung des Fahrverbots umgehen, das seit Februar 2023 auf und innerhalb des gesamten Mittleren Rings bereits für Fahrzeuge der schlechteren Schadstoffklasse 4 gilt.
Die Angst damals: Wenn auch die neueren Diesel-5-Fahrzeuge auf einem Teilstück des Mittleren Rings nicht mehr fahren dürfen, weichen sie eben auf Nebenstrecken in Wohngebieten aus. Angeführt wurde auch die Sorge um Menschen, die sich kein neueres Auto leisten können.