Den Wahlabend hatte sich Hubert Aiwanger ganz, ganz anders vorgestellt. Drei Direktmandate wollte er mit seinen Freien Wählern holen und so erstmals überhaupt in den Bundestag einziehen. «Alles ist möglich», die Chancen seien «gar nicht so schlecht», hatte er noch bei seiner Stimmabgabe am Mittag gesagt. Und am Abend nun steht der Freie-Wähler-Chef in einem Münchner Wirtshaus und muss die Niederlage eingestehen.
Und es ist nicht einmal eine knappe Niederlage. Sondern eine Pleite auf ganzer Linie. Die bundesweite Fünf-Prozent-Hürde ist sowieso völlig außer Reichweite, wieder einmal. Und von den Direktkandidaten hatte kein einziger am Ende auch nur den Hauch einer Chance auf einen Erststimmensieg. Auch Aiwanger nicht.