Der frühere Bundesinnenminister, Horst Seehofer (CSU), nutzt seine Vernehmung als Zeuge im Afghanistan-Untersuchungsausschuss, um die aktuelle Migrationspolitik zu kommentieren. Mittlerweile sei, was die irreguläre Zuwanderung angeht, im Gegensatz zu den Jahren 2015 und 2016, «die Ordnung weitgehend hergestellt», sagte der ehemalige bayerische Ministerpräsident. Seehofer lobte ausdrücklich seine Nachfolgerin, Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD). Diese habe «schon die richtigen Ansätze, es unter Kontrolle zu bringen, gerade was Europa angeht».
Es müsse aber eine Lösung gefunden werden für den Umgang mit Ausreisepflichtigen. Sollte dies nicht gelingen, sei zu befürchten, «dass wir das Thema als Dauerthema behalten, und das tut unserer Demokratie nicht gut». Auf die Frage des Ausschussvorsitzenden, Ralf Stegner (SPD), ob sich Deutschland gegenüber den Ortskräften fair verhalten habe, antwortete Seehofer, der sich als «leibhaftiger Rentner» vorstellte: «Ich kann in den Spiegel schauen.»