Die ehemalige Justizvollzugsanstalt in Ingolstadt wird künftig der zweite bayerische Standort für die neuen Außengrenzverfahren der Europäischen Union. Derzeit werde der die ehemalige JVA noch umgebaut, damit sie die neuen Anforderungen und Standards des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS) erfülle, teilte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) in München mit. Einen Zeitpunkt für die Inbetriebnahme nannte er nicht. Zuvor werde die direkte Anwohnerschaft aber von der Regierung von Oberbayern nähere Informationen erhalten.
Der erste bayerische Standort für GEAS-Verfahren am Flughafen München war pünktlich zum Inkrafttreten von GEAS bereits zum 12. Juni 2026 in Betrieb gegangen. «Bayern ist bei der Umsetzung von GEAS damit voll auf Kurs», betonte Herrmann. Er verspreche sich von einer konsequenten Umsetzung der neuen GEAS-Regeln «Rückenwind für die Asylwende und noch mehr Ordnung bei der Zuwanderung».