Der EVP-Vorsitzende und CSU-Vize Manfred Weber plädiert für ein Verschmelzen der beiden Top-Posten in der EU, um den Staatenverbund in der Außenpolitik schlagkräftiger zu machen. Aus seiner Sicht sollte man nach der nächsten Europawahl im Jahr 2029 das Amt der Kommissionspräsidentin zusammenführen mit dem Ratspräsidenten, sagte der Vorsitzende der stärksten europäischen Parteienfamilie EVP in einem Interview des «Spiegel». Als einen Grund nannte er, dass die EU in den jüngsten außenpolitischen Krisen um die Ukraine und Grönland keine tonangebende Rolle spielte.
Auf die Frage, ob er mit der Performance von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Ratspräsident António Costa auf dem internationalen Parkett unzufrieden sei, antwortete Weber: «Ich schätze beide, genauso wie übrigens Parlamentspräsidentin Roberta Metsola. Das ist ein gutes Dreigestirn. Aber noch besser wäre ein starkes europäisches Gesicht, ein europäischer Präsident. Das wäre eine mächtige Funktion.»