Syrische Straftäter abschieben, über die Rückkehr von Syrern nachdenken, sobald in dem Land irgendwann Stabilität herrscht - aber gut integrierte Menschen aus Syrien dauerhaft in Bayern willkommen heißen: So hat Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) im Landtag die Linie der Staatsregierung nach dem Sturz des Assad-Regimes beschrieben. Er erntete dafür Protest der AfD, die damit im Parlament aber wie immer alleine stand.
Herrmann nennt AfD «Freundeskreis der Roten Armee»
Das Ende des Assad-Regimes sei ein gutes Zeichen - außer für «den Freundeskreis der Roten Armee», sagte Herrmann in Richtung AfD. Die Lage in Syrien sei aber noch unübersichtlich, deshalb müsse man warten, wie sich alles entwickle. Man müsse allerdings darüber reden, wann der subsidiäre Schutz von Syrern hier ende - und dass Menschen ohne Bleiberecht das Land auch wieder verlassen müssten. Und Straftäter sollten rasch abgeschoben werden.
Es gebe aber auch viele Menschen aus Syrien, die hier bestens integriert seien und einer Arbeit nachgingen: «Diese Frauen und Männer halten unser Land am Laufen und tragen mit zu unserem Wohlstand bei.» Niemand werde ernsthaft auf die Idee kommen, hochqualifizierte Fachkräfte abzuschieben. Allein 5.800 syrische Ärzte seien in Deutschland in medizinischen Jobs, betonte Herrmann.