Bayerns Finanzminister Albert Füracker (CSU) glaubt nicht an eine Umsetzung der von Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) angekündigten Steuerentlastungen. «Leider bleibt zu befürchten, dass es sich auch bei dieser Ankündigung des Bundesfinanzministers um ein weiteres Entlastungsplacebo handelt. Er kann oder will sich in seiner Ampel-Koalition nicht durchsetzen», sagte Füracker der Deutschen Presse-Agentur in München. Er reagierte damit auf die Aussage Lindners, noch in diesem Jahr Millionen Bürgerinnen und Bürger steuerlich entlasten zu wollen.
«Bayern fordert seit Jahren, endlich die normal arbeitenden Menschen zu entlasten. Arbeit und Leistung muss sich wieder lohnen», betonte Füracker weiter. Die Erhöhung des Grundfreibetrags bei der Lohn- und Einkommensteuer, wie sie Lindner nun ins Spiel gebracht hat, sei seit langer Zeit eine nachdrückliche bayerische Kernforderung. «Auch bei der kalten Progression wenden wir uns seit Jahren gegen eine Steuererhöhung durch die Hintertür. Unser Tarif auf Rädern würde das Problem endgültig lösen - aber auch hier fehlt der Bundesregierung der Wille zur echten Problemlösung.» Beim vorgeschlagenen Steuertarif auf Rädern wird die Abgabe automatisch an die Inflation gekoppelt.