Für die Unterbringung staatlicher Behörden sollen künftig nur noch in Ausnahmefällen neue Gebäude gebaut werden. «Die Staatsregierung geht bei der Unterbringung der staatlichen Behörden neue Wege. Der neue Grundsatz lautet "Mieten statt Bauen"», teilte die Staatskanzlei nach einer Sitzung des Ministerrates in München mit. Ziel sei es, vorhandene Flächen und Gebäude noch besser zu nutzen, mit der Anmietung als Regelfall.
Gilt nicht für Spezialbauten wie Gefängnisse und Konzertsäle
Sollte für die staatliche Nachfrage nichts Geeignetes im eigenen Bestand vorhanden sein, solle verstärkt auf Angebote des Immobilienmarkts zurückgegriffen werden, sagte Bauminister Christian Bernreiter (CSU). Er machte aber auch gleich klar, dass das Konzept an seine Grenzen stoßen dürfte, etwa bei Leuchtturmprojekten oder Spezialbauten wie Gefängnissen oder Konzertsälen. Es sei immer eine wirtschaftliche Frage, wie die konkreten Entscheidungen ausfielen.
Auf Nachfrage unterstrich Bernreiter, es gehe dabei nicht um den Wohnungsmietmarkt, dadurch werde der Freistaat auch nicht als neuer Konkurrent im Immobilienmarkt auftreten. «Es geht rein um staatliche und Büroflächen», sagte er.