Zur Abfederung der Folgen der Flutkatastrophe schickt Bayern rund neun Tonnen Hilfsmaterial nach Niederschlesien. Dies teilte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) nach einer Sitzung des Kabinetts in München mit.
Nach Angaben der Staatskanzlei umfasst die Lieferung je 500 Kissen und Bettdecken, je 1.000 Kissen- und Bettbezügen, 500 Spannbetttücher, 200 Matratzen sowie 20.000 «Wischbezüge». Die Waren hätten einen Wert von rund 155.000 Euro und würden unentgeltlich an die Woiwodschaft Niederschlesien in Polen abgegeben, hieß es.
Die Artikel stammten allesamt aus dem Bestand des während der Corona-Pandemie eingerichteten Bayerischen Pandemiezentrallagers und würden dort aktuell nicht benötigt, hieß es. Das Marschallamt der Woiwodschaft Niederschlesien in Polen hatte die Staatsregierung um Unterstützung bei der Bewältigung der aktuellen Flutkatastrophe gebeten.
Bei den genannten «Wischbezügen» handelt es sich um einen Teil der noch im Zentrallager befindlichen Wischmopps, deren Einkauf Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) während der Corona-Krise im Sommer 2020 veranlasst hatte. Auch aus der CSU hatte dies für Spott gesorgt, da sie den Einkauf von damals 90.000 Wischmopps als Beleg für Aiwangers Überforderung in der Krise bewertet hatten.