Trotz eines absehbaren Einbruchs der Steuereinnahmen von mehr als einer Milliarde Euro in den kommenden Jahren sieht die bayerische Staatsregierung keinen Anlass für Korrekturen am aktuellen Entwurf für den Doppelhaushalt 2024/2025. «Vorsorge und kluger Haushaltsvollzug ermöglichen uns, dass wir im Moment den Doppelhaushalt nicht verändern müssen», sagte Finanzminister Albert Füracker (CSU) am Freitag in Nürnberg bei der Vorstellung der Ergebnisse der regionalisierten Steuerschätzung für Bayern. Sollte es im Herbst wieder einen negativen Steuertrend geben, könnten Anpassungen im Rahmen eines Nachtragshaushalts vorgenommen werden.
1,1 Milliarden Euro weniger Steuereinnahmen als bisher angenommen
Bis 2025 muss Bayern in Summe mit 1,1 Milliarden Euro weniger Steuereinnahmen auskommen als bisher geplant. Konkret sagt die Steuerschätzung dem Freistaat für 2024 einen Rückgang der Einnahmen um rund 600 Millionen Euro voraus, für 2025 von weiteren knapp 500 Millionen Euro. Laut Füracker sei im Etatplan eine hohe dreistellige Millionensumme als Konjunkturvorsorge einkalkuliert worden, mit der die Steuerausfälle kompensiert werden könnten. Er sei zuversichtlich, dass dies gelingen werde. Derzeit wird der Etatplan im Landtag final beraten. Die Verabschiedung ist für Juni angedacht.