Der Vorsitzende der Jungen Union, Johannes Winkel, stellt die von der CSU durchgesetzte Ausweitung der Mütterrente weiter infrage und zieht damit den Unmut der bayerischen Staatsregierung auf sich. Bei der geplanten Rentenreform werde ein Gesamtpaket geschnürt, sagte der CDU-Bundestagsabgeordnete den Zeitungen der Funke Mediengruppe. «Auch die Mütterrente gehört auf den Prüfstand.» Die Junge Union ist die Nachwuchsorganisation von CDU und CSU.
Winkel kritisierte erneut, dass die Mütterrente nach dem Gießkannenprinzip ausgezahlt werde. «Es gibt Mütter, für die dieser Betrag wichtig ist – für viele andere ist er das aber nicht.»
Unter der Mütterrente versteht man die Anrechnung von Kindererziehungszeiten bei der Rentenberechnung. Laut Deutscher Rentenversicherung kostet die Leistung die Rentenkasse derzeit pro Jahr rund 13,5 Milliarden Euro. Mit der Ausweitung 2027 kommen weitere Milliardenkosten hinzu, die dann allerdings aus einem anderen Topf finanziert werden sollen.